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4. Verhalten


4.1 Die ersten Tage:

- Bitte überfordern Sie ihren Welpen in den ersten Tagen in seinem neuen Zuhause nicht.
- Es ist für ihn eine total fremde Umgebung, an die er sich langsam gewöhnen muß.
- Verbringen Sie Viel Zeit mit dem Hund. Lassen sie den Kleinen sein neues Reich entdecken.
- Zeigen Sie ihm alle für ihn wichtigen Örtlichkeiten.
- Lassen Sie ihn schlafen wenn er müde ist.
- Fordern Sie den Welpen zum Spiel auf, wenn er wach ist.
- 2-3 kurze Spaziergänge am Tag (10-15 min). - Ziehen Sie ihm gleich ein Welpenhalsband an, damit er sich daran gewöhnt. - Vermeiden Sie es unbedingt, den Welpen zu erschrecken und laut mit ihm zu schreien, es würde den Welpen in dieser Phase verängstigen.
- Bieten sie dem Welpen ein Körbchen oder ähnliche Liegestelle. Es wird für die nächste Zeit sein Schlafplatz und sein Fluchtpunkt sein. Auf diesem seinem Platz darf der Welpe nie bestraft werden, er fühlt sich sonst an diesem Platz nicht mehr sicher.
- Machen sie den Welpen in den nächsten Tagen mit allen Freunden, Bekannten und Verwandten bekannt.
- Vermeiden Sie es unbedingt, daß der Welpe mit anderen Hunden Kontakt hat, von denen Sie nicht verlässlich wissen, ob sie geimpft sind.



4.2 Stubenreinheit:

- Bringen Sie den Welpen immer an die Stelle, wo er auch später immer sein Geschäft verrichten soll.
- Denken Sie sich ein Kommando aus, das Sie immer dann sagen, wenn der Welpe gerade loslegt.
- Bringen Sie den Welpen immer nach draußen, wenn er gerade erwacht ist, wenn er getrunken hat, wenn er gefressen hat und wenn er viel getobt und gespielt hat.
- Bauen Sie dem Kleinen für die Nacht einen Liegeplatz aus dem er nicht selbstständig weglaufen kann (Kinderreisebett). Der Welpe wird anfangen zu fiepen, weil er sein Platz nicht beschmutzen möchte. Stellen Sie diese Liegestätte an einem Platz auf, an dem Sie den Welpen aber auch hören ( im oder vor Schlafzimmer).
- Loben Sie den Welpen ausgiebig, wenn er sein Geschäft draußen erledigt hat. - Bestrafen Sie ihn nicht, wenn drinnen trotzdem hin und wieder ein Malheur passiert. - Zwischen zwei und drei Uhr nachts den Wecker stellen und den Kleinen rausbringen.
- Wenn Sie diese Tipps beherzigen, sollte der Welpe in drei bis vier Wochen Stubenrein sein.



4.3 Leinenführigkeit:

- Gewöhnen Sie den Welpen frühzeitig an die Leine, aber Ziehen und Zerren damit der Kleine folgt sollte man lassen. Fordern Sie durch gezielte Lockrufe den Welpen auf, Ihnen zu folgen. Alles was ein Hund freiwillig macht, macht er gerne.
- Beschränken Sie in den ersten Tagen ihre Bemühungen darauf, zu verhindern, dass sich der Kleine in der Leine verheddert. - Auch frei herumlaufen in Feld und Wiese fördert Vertrauen. Wenn der Welpe Ihnen beispielsweise nicht folgen will oder gar wegläuft, so laufen Sie einfach in die entgegengesetzte Richtung. Sie werden sehen, er wird Ihnen folgen, weil er nicht allein sein will. Ist er dann wieder bei Ihnen, so loben Sie ihn überschwänglich.



4.4 Lob und Tadel:

Lob und Tadel sind für die Erziehung eines Hundes unerlässlich.


Während das Lob eine gewünschte Verhaltensweise verstärkt und den Hund über längere Zeit veranlasst das Verhalten zu wiederholen, so bewirkt Tadel ein Meideverhalten. Wir haben festgestellt, dass ein kerniges Grrrrrr oder eine eindringliches Naaaaaa sich bestens als Tadelmethode eignen.
Zeigt ein Hund ein unerwünschtes Verhalten, so soll man ihn zurechtweisen, aber nie schlagen. Man muß den Übeltäter jedoch inflagranti erwischen, weil ein Hund einen Tadel oder eine Strafe immer in Zusammenhang setzt mit dem zuletzt gezeigten Verhalten. Beispiel: Ein Hund läuft weg, weil er einen Hasen aufgestöbert hat. Mensch schreit, tobt und flucht. Der Hund kommt nach 5 Minuten „Komm her“ Gebrüll endlich freudig wieder zurück und wedelt mit dem Schwanz. Der Hund erwartet jetzt ein dickes Lob, daß er wieder zurückgekommen ist. Mensch ist aber immer noch so wütend, daß er mit Hund böse schimpft oder ihn gar bestraft. Eine fatale Situation. Der Hund wird fortan mit dem Kommando „Komm her“ einen Tadel oder Bestrafung verbinden. Man hat mit dem eigenen Wutausbruch also gerade mal das Gegenteil von dem bewirkt, was man ursprünglich erreichen wollte. Eine Bestrafung sollte so aussehen, wie Die Strafe einer Mutter, die ihren aufmüpfigen Welpen bestraft. Den Welpen auf den Rücken legen und damit zur Unterwürfigkeit zwingen. Lob kann sein: Ein Streicheln, ein kurzes Spielchen oder ein Leckerli.



4.5 Spiel:

- Spielen sie ausgiebig mit dem Welpen, aber geben Sie ihm die Spielregeln vor. Sie bestimmen wann gespielt wird, und auch wann das Spiel beendet wird.
- Benutzen Sie hundegerechtes Spielzeug.
kein quietschendes Plastikspielzeug
- keine Steine



4.6 Rudelverhalten:

Der Hund ist ein Rudelwesen und somit gewohnt sich in seinem Rudel an gewisse Spielregeln zu halten. Wichtig ist, dass der Hund einen Menschen aus Ihrer Familie als Rudelchef anerkennt. Diese Position haben Sie jedoch nicht automatisch inne, sie müssen sie sich erarbeiten.
Dass Sie dies erreichen hängt davon ab, wie konsequent Sie mit dem Hund umgehen. Es darf kein Heute ja und Morgen nein geben.
Hat man dem Hund einmal etwas erlaubt, was sonst verboten ist, wirft man damit vielleicht eine wochenlange Erziehung über den Haufen.
Damit der Hund immer weiß, dass er in der Rangordnung unter Ihnen steht, beachten Sie folgende Tipps:
- Der Hund sollte nicht in der gleichen Höhe sitzen wie Sie selbst, und schon gar nicht über Ihnen. Sein Platz ist eigentlich an Ihren Füßen oder in Ihrer Nähe auf dem Boden.
- Nehmen Sie Ihrem Hund öfters mal die Futterschüssel weg, wenn er gerade angefangen hat zu fressen. Sollte er Sie in diesem Moment anknurren, sollten Sie sofort mit einer Bestrafung reagieren, sonst hat der kleine Gernegross seinen ersten Machtkampf gewonnen.
- Schauen Sie Ihrem Hund öfters fest in die Augen bis dieser seinen Blick abwendet.
- Wenn Sie mehr als einen Hund besitzen, achten Sie darauf, dass der ältere Hund auch ältere Rechte besitzt und beispielsweise vor dem Welpen begrüßt wird oder auch vor dem Welpen als Erster seine Futterschüssel gefüllt bekommt. Sie vermeiden damit so manche Eifersuchtsszene.



4.7 Erziehung:

Über den Zeitpunkt, wann man bei einem jungen Hund mit der Erziehung beginnen sollte, streiten sich die Fachleute.
Wir sind der Überzeugung, daß in den ersten 6 Lebensmonaten kein Zwang auf einen Hund ausgeübt werden sollte. Das heißt jedoch nicht, dass der Hund nicht schon Erziehung genießt. Wichtig in dieser frühen Lebensphase ist, dass alles was mit Erziehung zu tun hat, spielerisch ablaufen muß.
Ein Sitz-Kommando wenn sich der Welpe gerade zufällig hinsetzt in Verbindung mit einem Leckerli ist z.B. ein erster Schritt. Ist der Welpe 12 Wochen alt und vollständig geimpft, so heißt es für ihn jetzt nichts wie raus in die große weite Welt, Eindrücke sammeln und Kontakte knüpfen. Jetzt wäre auch der optimale Zeitpunkt für den Kleinen mit anderen Hunden seines Alters Bekanntschaft zu machen. Auch der Umgang mit Artgenossen will gelernt werden. Sehr zu empfehlen sind Welpenspielstunden, die jeder seriöse Hundeplatz anbietet. Sie sind häufig auch der Einstieg für die spätere Gehorsamsausbildung.


Ein gut erzogener Hund kommt in unserer Gesellschaft besser zurecht. Viele Menschen haben Angst vor Hunden. Wir als Hundehalter haben die Pflicht mit der Erziehung unserer Hunde dazu beizutragen, daß sie diese Furcht verlieren.


Viel Freude mit dem neuen Familienmitglied wünscht Familie Fellmende






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